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Material: Edelmetalle

Weißgold

Goldlegierung mit Palladium oder Nickel, meist 585 oder 750, deren weiße Farbe oft durch eine Rhodiumschicht verstärkt wird.

Weißgold entsteht, wenn Gold mit weißen Metallen wie Palladium, Nickel oder Silber legiert wird. Die Legierungen kamen in den 1910er- und 1920er-Jahren als günstigere Alternative zu Platin auf und setzten sich bei Verlobungsringen, Brillantschmuck und Uhrgehäusen durch. Gestempelt wird wie bei Gelbgold, also „585“ oder „750“. Da die Eigenfarbe leicht gelblich oder gräulich ist, erhalten die meisten Stücke eine galvanische Rhodiumschicht.

Abgetragene Rhodinierung zeigt sich an Ringschienen und Kanten als gelblicher Schimmer. Platin ist bei gleicher Größe deutlich schwerer und trägt „Pt“, „Plat“ oder „950“; rhodiniertes Silber ist mit „925“ gestempelt und leichter. Die Strichprobe auf dem Probierstein trennt Weißgold von Silber und Stahl. Nickelhaltige Legierungen können Hautreaktionen auslösen, palladiumhaltige gelten als verträglicher, sind aber teurer. Ein Magnet reagiert auf Weißgold nicht, wohl aber auf Stahl.

Weißgold wird wie Gelbgold nach Feingehalt und Gewicht bewertet; gefasste Diamanten werden gesondert beurteilt. Verwechslungen betreffen vor allem Platin, Palladium und rhodiniertes Silber. Bei Art-déco-Schmuck ist Platin häufiger als Weißgold, weshalb die Prüfung des Metalls am Anfang jeder Bewertung steht.

So prüfen Sie es

  • Stempel „585“ oder „750“ trotz weißer Farbe
  • gelblicher Schimmer an abgetragenen Stellen
  • geringeres Gewicht als Platin
  • Strichprobe zur Abgrenzung von Silber
  • Rhodiumschicht mit hohem Glanz

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