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Künstler: Expressionismus

Max Oppenheimer

Maler, Grafiker, 1885–1954, Wien – Berlin – New York

Expressionist, der mit „MOPP“ signierte; bekannt für Musikerbilder und Bildnisse von Heinrich Mann bis Arnold Schönberg.

Max Oppenheimer studierte 1900–1903 an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl und Siegmund L'Allemand und 1903–1906 an der Prager Akademie bei Franz Thiele. 1910 teilte er ein Atelier mit Egon Schiele, der ihn im selben Jahr porträtierte. Er malte früh Literaten und Musiker, darunter Arnold Schönberg und Heinrich Mann; Kokoschka warf ihm Nachahmung vor. 1915–1925 lebte er überwiegend in der Schweiz, danach in Deutschland, ehe er nach Wien zurückkehrte. 1938 floh er in die USA und starb 1954 in New York.

Ab 1914 wurde die Musik Oppenheimers zentrales Thema; er war selbst leidenschaftlicher Geiger. Streichquartette, Dirigenten und Orchester erscheinen in kubistisch gebrochenen Flächen, mit rhythmisch wiederholten Händen, Bögen und Instrumenten. Das Großformat „Gustav Mahler dirigiert die Wiener Philharmoniker“ entstand 1935–1952 großteils im New Yorker Exil und gilt als sein künstlerisches Vermächtnis; das Belvedere zeigte es 2010/11. Daneben schuf er Bildnisse, Stillleben, Radierungen und Lithografien.

Die Signatur „MOPP“ in Versalien erleichtert die Identifikation, macht aber auch Fälschungen einfach; Malweise, Grund und Herkunft sind deshalb mitzuprüfen. Die Druckgrafik verzeichnet Michael Pabst (1993). Werke aus Oppenheimers Besitz wurden nach 1938 beschlagnahmt oder zurückgelassen, die Provenienz dieser Jahre ist zu klären. Druckgrafik ist meist mit Bleistift signiert und in kleinen Auflagen erschienen.

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