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Künstler: Wiener Moderne

Franz Wacik

Maler, Illustrator, Grafiker, 1883–1938, Wien

Wiener Illustrator und Secessionist; rund 600 Zeichnungen für die „Muskete“, Märchenbücher und Fresken in der Secession (1924).

Franz Wacik studierte an der Kunstgewerbeschule und an der Wiener Akademie, unter anderem bei Alfred Roller, Christian Griepenkerl, Franz Rumpler und Heinrich Lefler. Er war ordentliches Mitglied der Secession und stellte regelmäßig dort aus. Für das Witzblatt „Die Muskete“ zeichnete er 1906–1919 rund 600 politische und gesellschaftliche Karikaturen. 1924 malte er Fresken im ersten Stock der Secession, 1927/28 in den Arkaden eines städtischen Baus am Vogelweidplatz. 1934 erhielt er den Staatspreis. Wacik starb 1938.

Wacik zeichnete mit der Feder in dekorativer, oft humorvoll überzeichneter Manier: Zwerge, Riesen, Fabelwesen und historische Figuren in dicht gefüllten Kompositionen. Er gestaltete drei Bände der Gerlach-Jugendbücherei und illustrierte Hugo von Hofmannsthals „Prinz Eugen der edle Ritter“ (1915). Gelegentlich arbeitete er als Bühnenbildner. Aquarell und Tempera dienten als Vorlagen für den Farbdruck. Die Secession zeigte 1939 eine Gedächtnisausstellung. 1912 entwarf er ein Plakat.

Wacik-Illustrationen begegnen meist als gedruckte Buchtafeln; aus Büchern gelöste Seiten sind am Format, an der Rückseite und an Bindungsspuren zu erkennen. Originale Entwürfe zeigen Bleistiftvorzeichnung, Deckweiß und Farbauftrag. Bände der Gerlach-Jugendbücherei sind ein eigenes Sammelgebiet, bei dem Einband und Vollständigkeit zählen. Hefte der Muskete sind mit Umschlag gefragter als lose Seiten.

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