Europa & Wien, Frankreich, England, Skandinavien, Mitteleuropa
Art-déco-Teppiche
Teppiche der 1920er und 1930er Jahre mit geometrischen und abstrakten Mustern, aus Frankreich, England, Skandinavien und Mitteleuropa.
Mit der Exposition internationale des Arts décoratifs 1925 in Paris setzte sich eine Formensprache durch, die auch den Teppich erfasste. In Frankreich entwarfen Ivan da Silva Bruhns, Jean Lurçat und Eileen Gray Teppiche, in England Marion Dorn, in Wien und später Stockholm Josef Frank. Ausgeführt wurden sie in Ateliers, Manufakturen und Fabriken; daneben entstanden zahlreiche maschinell gewebte Teppiche im neuen Stil.
Art-déco-Teppiche zeigen geometrische Flächen, Zickzacklinien, Kreissegmente, abstrahierte Blüten und Kontraste von Braun, Beige, Schwarz, Orange und Blau. Handgeknüpfte Stücke haben meist den symmetrischen Knoten, einen dicken Wollflor und eine Kette aus Baumwolle oder Leinen; die Knotendichte ist niedrig. Daneben gibt es maschinell gewebte Teppiche, chinesische Art-déco-Teppiche aus Tianjin und Stücke aus böhmischen und österreichischen Fabriken wie Ginzkey.
Teppiche namhafter Entwerfer der Zeit sind gesucht, besonders mit Monogramm oder Atelierzeichen im Flor. Ohne Nachweis gelten Stücke als Teppiche im Art-déco-Stil, deren Wert sich nach Qualität, Entwurf und Zustand richtet. Häufige Mängel sind ausgeblichene Farben, Mottenfraß, abgelaufener Flor und Wasserflecken. Neuauflagen bekannter Entwürfe und spätere Nachahmungen sind verbreitet und von Originalen der Zwischenkriegszeit zu trennen.
Woran man es erkennt
- Geometrische Flächen und Zickzacklinien
- Braun, Beige, Schwarz und Orange
- Dicker Wollflor, niedrige Knotendichte
- Monogramme oder Atelierzeichen bei Entwerferstücken
- Maschinenware im selben Stil verbreitet
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