Material: Punzen & Marken
Augarten-Marke
Unterglasurblauer Bindenschild mit Krone und Schriftzug „Wien“ und „Augarten“, Marke der 1923 gegründeten Wiener Porzellanmanufaktur.
Die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten nahm 1923 im Schloss Augarten in der Leopoldstadt die Fertigung auf und knüpfte bewusst an die 1864 geschlossene kaiserliche Manufaktur an. Als Marke übernahm sie den Bindenschild, setzte aber eine Krone darüber und ergänzte den Schriftzug „Wien“ sowie „Augarten“. Die Marke wird bis heute in Kobaltblau unter die Glasur gemalt. Seit der Gründung arbeiteten Entwerferinnen wie Ida Schwetz-Lehmann und Künstler wie Josef Hoffmann für das Haus.
Die Krone über dem Schild unterscheidet Augarten auf den ersten Blick von der alten Manufaktur, deren Bindenschild ohne Krone auskommt. Echte Marken liegen unter der Glasur und sind nicht ertastbar. Zweite Wahl trägt einen Schleifstrich durch die Marke. Modellnummern sind eingeprägt oder aufgemalt und lassen sich mit Katalogen abgleichen. Handmalerei zeigt unter der Lupe Pinselspuren; Figuren wie Lipizzaner, Tänzerinnen oder Wiener Typen tragen die Marke unter dem Sockel.
Augarten-Porzellan wird nach Modell, Dekor, Entwurfszeit und Zustand bewertet. Entwürfe der Zwischenkriegszeit, etwa das Service Melone von Josef Hoffmann, und frühe Figuren finden mehr Interesse als die laufende Produktion. Abgebrochene Ohren, Zügel oder Finger sind bei Figuren häufig und mindern den Wert deutlich, ein Schleifstrich ebenfalls.
So prüfen Sie es
- Bindenschild mit Krone
- Schriftzug „Wien“ und „Augarten“
- Marke unter der Glasur
- Schleifstrich bei zweiter Wahl
- Modell- und Malernummern
Augarten-Marke verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Sparten
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