Otto Wagner im 9. Bezirk, 1090 Wien
Otto Wagner am Alsergrund: Rossauer Lände und Währinger Straße
Am Donaukanal und am Gürtel entwarf Wagner die Stationen Rossauer Lände und Währinger Straße – Haltestellen, die heute von U4 und U6 bedient werden.
Die Stadtbahn erschloss den Alsergrund von zwei Seiten: Am Donaukanal hielt die Donaukanallinie an der Rossauer Lände, am Gürtel die Gürtellinie an der Währinger Straße, neben der Volksoper. Beide Stationen entwarf Otto Wagner um 1900; heute fahren dort U4 und U6. Die Rossauer Lände liegt bei der Rossauer Kaserne, in jenem Grätzl, in dem einst Fischer und Flößer lebten und von 1718 bis 1864 die Porzellanmanufaktur arbeitete. Der Platz vor Leopold Bauers Nationalbank trägt heute Wagners Namen.
Rund um Klinikviertel und Universität wohnten Ärzte, Professoren und Beamte, deren Haushalte Möbel und Kunst der Wiener Moderne aufnahmen. Aus solchen Wohnungen kommen Ordinationsmobiliar, Bibliotheken, Grafik und Stadtbahn-Ansichtskarten in den Handel; Programmhefte der Volksoper ergänzen die Bestände. Wir prüfen Möbel auf Konstruktion und Herkunft, Grafik auf Druck und Papier. Bei Beständen, die 1938 aus jüdischem Besitz entzogen wurden, steht die Provenienzklärung am Anfang. Erste Fotos per WhatsApp, danach kostenlose Besichtigung.
Otto Wagner in anderen Bezirken
Innere Stadt
Postsparkasse am Georg-Coch-Platz (1904–1906 und 1910–1912) und Ankerhaus am Graben 10 (1894/95).
Mariahilf
Wohnhäuser Linke Wienzeile 38 und 40, das „Majolikahaus“ (1898/99).
Neubau
Wohnhäuser Neustiftgasse 40 und Döblergasse 4 (1909–1912), in Döblergasse 4 lag Wagners letzte Wohnung.
Penzing
Kirche am Steinhof (1904–1907) sowie Villa Wagner I und II in der Hüttelbergstraße (1886–1888 und 1912/13).
Hietzing
Hofpavillon der Stadtbahn bei Schönbrunn (1899).
Landstraße
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Döbling
Wehr- und Schleusenanlage am Donaukanal in Nussdorf (1894–1898).
Wieden
Entwarf die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99).
Ottakring
Baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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