Otto Wagner im 6. Bezirk, 1060 Wien
Otto Wagner in Mariahilf: Majolikahaus und Medaillonhaus
1898/99 baute Wagner an der Linken Wienzeile die Häuser 38 und 40 – Zinshäuser als Schaufassaden, eines davon mit blühenden Majolikafliesen.
Zum Ensemble an der Linken Wienzeile, Nr. 38 und 40, gehört das Eckhaus Köstlergasse 3, in dem Wagner selbst wohnte; alle drei entstanden 1898/99 über dem Wiental, das damals für die Stadtbahn reguliert wurde. Nr. 40, das Majolikahaus, trägt eine Fassade aus keramischen Platten, deren Rankenmuster Alois Ludwig zeichnete; gebrannt wurden sie bei Wienerberger. Nr. 38 schmücken Medaillons Koloman Mosers und Figuren von Othmar Schimkowitz. Wagner dachte die Häuser als Teil einer Prachtstraße, die vom Karlsplatz nach Schönbrunn führen sollte.
Baukeramik und Majolika aus den Jahren um 1900 bilden ein eigenes Sammelgebiet: Fliesen, Ofenkacheln, Vasen und Wandteller aus Wiener und böhmischen Manufakturen, dazu Ansichtskarten und Fotografien der Wienzeilenhäuser. Bei Keramik prüfen wir Scherben, Glasur, Rückseitenmarken und Abplatzungen, bei Möbeln aus Wagners Umkreis Konstruktion und Herkunft. Mariahilfer Altbauwohnungen an der Wienzeile können Luster, Spiegel und Möbel des Historismus aus der Erstausstattung bewahren. Bilder von Marken und Rückseiten helfen beim ersten Schritt.
Otto Wagner in anderen Bezirken
Innere Stadt
Postsparkasse am Georg-Coch-Platz (1904–1906 und 1910–1912) und Ankerhaus am Graben 10 (1894/95).
Neubau
Wohnhäuser Neustiftgasse 40 und Döblergasse 4 (1909–1912), in Döblergasse 4 lag Wagners letzte Wohnung.
Penzing
Kirche am Steinhof (1904–1907) sowie Villa Wagner I und II in der Hüttelbergstraße (1886–1888 und 1912/13).
Hietzing
Hofpavillon der Stadtbahn bei Schönbrunn (1899).
Landstraße
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Döbling
Wehr- und Schleusenanlage am Donaukanal in Nussdorf (1894–1898).
Wieden
Entwarf die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99).
Alsergrund
Entwarf die Stadtbahnstationen an Rossauer Lände und Währinger Straße.
Ottakring
Baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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