Manufaktur: Verlage, Druck & Papier
Österreichische Staatsdruckerei
Wien, seit 1804
Staatliche Druckerei für Briefmarken, Wertpapiere und amtliche Drucke; unter Alois Auer im 19. Jahrhundert technisch führend, lange mit Sitz am Rennweg.
1804 entstand in Wien eine staatliche Druckerei für Gesetze, Formulare und amtliche Drucke, die spätere k. k. Hof- und Staatsdruckerei. Unter Direktor Alois Auer (1841–1868) wurde sie mit Schriftgießerei, Galvanoplastik, Fotografie und Satz in zahlreichen fremden Schriften zu einem der größten Betriebe ihrer Art. Lange hatte sie ihren Sitz am Rennweg. Ende des 20. Jahrhunderts wurde sie privatisiert.
Am 1. Juni 1850 erschienen die ersten österreichischen Briefmarken, gedruckt in der Staatsdruckerei. Auer entwickelte mit Andreas Worring den Naturselbstdruck, bei dem Pflanzen, Spitzen oder Gewebe in eine Bleiplatte gepresst und davon Druckplatten abgeformt wurden; 1855/56 erschien die „Physiotypia plantarum austriacarum“. Für die Jubiläumsausgabe 1908 entwarf Koloman Moser Briefmarken, die Ferdinand Schirnböck stach.
Für Philatelisten unterscheiden sich Auflagen in Papier, Zähnung und Druckverfahren; Probedrucke und Entwürfe aus der Staatsdruckerei sind gesucht. Naturselbstdrucke erkennt man am fühlbaren Relief und an der feinen Struktur echter Pflanzen oder Spitzen. Bücher und Tafelwerke mit dem Druckvermerk der Hof- und Staatsdruckerei sind oft aufwendig gesetzt, etwa in orientalischen Schriften. Wertpapiere, Lose und Formulare ergänzen das Sammelgebiet.
Entwerfer & Personen
- Alois Auer
- Andreas Worring
- Koloman Moser
- Ferdinand Schirnböck
Österreichische Staatsdruckerei verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Verlage, Druck & Papier
- Artaria & Comp.gegründet 1770
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