Spätgotik im 3. Bezirk, 1030 Wien
Spätgotik im Belvedere: Tafelmalerei und Skulptur vergleichen
Die Mittelaltersammlung des Belvedere zeigt spätgotische Tafeln und Figuren – die Vergleichsbasis, wenn eine Holzskulptur oder ein Altarflügel bestimmt werden soll.
Die Mittelaltersammlung des Belvedere zeigt spätgotische Tafelmalerei und Skulptur: Flügelaltäre, Heiligenfiguren mit knittrigen Gewandfalten, Tafeln auf Goldgrund. Sie hängt in einem Barockschloss, das Johann Lukas von Hildebrandt zwei Jahrhunderte nach diesen Werken für Prinz Eugen am Rennweg errichtete. Für die Bestimmung von Figuren und Tafeln aus Privatbesitz ist sie die nächstgelegene Vergleichssammlung: Hier lässt sich studieren, wie Werkstätten im Donauraum Vorlagen aus Kupferstichen übernahmen und in Holz und Farbe umsetzten.
Bei Tafelbildern prüfen wir Holzträger, Grundierung und Goldgrund mit Punzierungen im Nimbus; Übermalungen und spätere Parkettierungen auf der Rückseite sind häufig und nicht automatisch ein Makel. Skulpturen tragen oft Fassungsreste über Kreidegrund. Viele Stücke, die als gotisch gelten, sind Neugotik des Historismus. Weil sakrale Objekte aus Kirchen stammen können, fragen wir nach der Herkunftsgeschichte. Haushalte im Botschaftsviertel bringen außerdem Stücke aus Auslandsposten mit, deren Ausfuhrpapiere wir sehen wollen.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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