Die Saryk hielten im frühen 19. Jahrhundert die Oase Merv, wurden um 1856 von den Tekke verdrängt und siedelten danach vor allem in der Oase Pendeh am Murghab, an der heutigen Grenze zwischen Turkmenistan und Afghanistan. Ihre Teppiche stehen in Musterbestand und Farbe den Salor nahe. Ein Teil der früher den Salor zugeschriebenen Stücke wird heute den Saryk zugeordnet.
Saryk-Teppiche haben Kette und Schuss aus Wolle und einen kurzen, dichten Flor, meist mit dem symmetrischen Knoten geknüpft, bei etwa 150.000 bis 350.000 Knoten/m². Typisch ist das Saryk-Gul, ein Achteck mit inneren Rauten, auf rotviolettem bis braunrotem Grund; kleine Partien sind in weißer Baumwolle oder in Seide geknüpft, die sich im Flor deutlich abheben. Neben Hauptteppichen entstanden Engsi, Tschowal und Torba.
Saryk-Arbeiten des 19. Jahrhunderts sind seltener als Tekke und Yomut und bei Sammlern gefragt. Weiße Baumwolle läuft schneller ab als Wolle und liegt häufig tiefer, Seide bricht. Häufige Mängel sind abgelaufene Felder, Kantenverluste und fehlende Rückseiten bei Taschen. Spätere Stücke aus der Pendeh-Region nach 1900 zeigen oft synthetische Farben. Die Stammeszuordnung beruht auf Knotenart, Material und Gul-Typ.
Woran man es erkennt
- Saryk-Gul mit inneren Rauten
- Rotviolettes bis braunrotes Feld
- Symmetrischer Knoten
- Weiße Baumwolle oder Seide als Akzent
- Kurzer, dichter Flor
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