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Turkmenen & Zentralasien, Merv, Sarachs und Choresm

Salor

Turkmenischer Stamm mit der ältesten fassbaren Knüpftradition der Region; Salor-Arbeiten sind selten, fein geknüpft und tragen das Salor-Gul.

Die Salor galten im 18. und frühen 19. Jahrhundert als führender Stamm der Turkmenen, mit Siedlungsgebieten um Merv, Sarachs und in Choresm. Nach Niederlagen gegen persische Truppen und gegen die Tekke um die Mitte des 19. Jahrhunderts verloren sie ihre Stellung und zerstreuten sich. Ihre Teppiche beschreibt die Literatur seit den Arbeiten von Louise Mackie und Jon Thompson als sogenannte S-Gruppe.

Salor-Stücke haben Kette und Schuss aus Wolle und einen kurzen, sehr dichten, glänzenden Flor, geknüpft mit dem asymmetrischen, nach links offenen Knoten, bei etwa 250.000 bis 500.000 Knoten/m². Kennzeichnend ist das Salor-Gul, ein gelapptes Achteck mit kleinen, kleeblattartigen Fortsätzen. Die Farbe ist ein leuchtendes, oft mit Insektenfarbstoff gefärbtes Rot, ergänzt um Seide in Rosa oder Rot. Erhalten sind vor allem Tschowal, Torba und Hauptteppiche.

Salor-Arbeiten gehören zu den seltensten turkmenischen Teppichen; die meisten liegen in Museen und Privatsammlungen. Im Handel wird der Name auch für Stücke anderer Stämme mit Salor-Gul verwendet, etwa für spätere Tekke- oder Saryk-Arbeiten. Eine Zuordnung zur S-Gruppe erfordert die Prüfung von Knoten, Wolle und Farbstoffen. Abgelaufener Flor, Mottenfraß und fehlende Rückseiten bei Taschen sind die häufigsten Schäden.

Woran man es erkennt

  • Salor-Gul mit kleeblattartigen Fortsätzen
  • Asymmetrischer, nach links offener Knoten
  • Sehr dichter, glänzender Flor
  • Leuchtendes Rot, Seidenakzente
  • S-Gruppe nach Mackie und Thompson

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