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Anatolien, Provinz Konya, Zentralanatolien

Konya

Zentralanatolische Stadt mit den ältesten erhaltenen Knüpfteppichen Anatoliens aus seldschukischer Zeit und einem großen Umland mit Dorfteppichen und Kelims.

Konya war vom 12. bis ins frühe 14. Jahrhundert Hauptstadt des Sultanats der Rum-Seldschuken. In der Alaeddin-Moschee der Stadt wurden 1905 seldschukische Teppiche des 13. Jahrhunderts entdeckt, die zu den ältesten erhaltenen Knüpfteppichen Anatoliens zählen; sie befinden sich heute im Museum für Türkische und Islamische Kunst in Istanbul und im Mevlana-Museum in Konya. Das Umland der Stadt knüpft und webt bis heute.

Unter dem Namen Konya laufen Dorfteppiche aus Orten wie Karapınar, Obruk, Keçimuhsine und Innice, dazu Kelims. Sie haben Kette und Schuss aus Wolle, einen langen, glänzenden Flor und den symmetrischen Knoten mit etwa 40.000 bis 120.000 Knoten/m². Typisch sind kräftiges Rot, Aubergine, Gelb, Grün und Blau, große Hakenmedaillons, Gebetsnischen und Säulenmotive. Die Formate reichen von Gebetsteppichen bis zu langen Stücken für Moscheen.

Konya-Teppiche des 19. Jahrhunderts mit Pflanzenfarben sind bei Sammlern gefragt, besonders Karapınar-Stücke mit Säulenmotiven. Die meisten im Handel stammen aus dem 20. Jahrhundert. Häufige Mängel sind abgelaufener Flor, korrodiertes Braun, verkürzte Enden und Mottenfraß. Spätere Stücke zeigen synthetisches Orange und Violett. Ein unverändertes Format und intakte Kelimenden erhalten den Wert.

Woran man es erkennt

  • Kräftiges Rot, Aubergine und Gelb
  • Große Hakenmedaillons
  • Wollfundament, langer Flor
  • Dorfnamen wie Karapınar oder Obruk
  • Auch Kelims der Region

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