Anatolien, Provinz Konya, Zentralanatolien
Ladik
Dorf in Zentralanatolien bei Konya; Ladik-Gebetsteppiche tragen eine Reihe stilisierter Tulpen über oder unter der Gebetsnische.
Ladik liegt in der Provinz Konya in Zentralanatolien, nordwestlich der Stadt. Die Ladik-Gebetsteppiche des 18. und 19. Jahrhunderts gehören zu den bekanntesten anatolischen Gebetsteppichen. Nicht zu verwechseln ist der Ort mit dem gleichnamigen Ladik in der Provinz Samsun am Schwarzen Meer, das mit diesen Teppichen nichts zu tun hat. Im Handel umfasst der Name auch Stücke aus Nachbardörfern im selben Stil.
Ladik-Gebetsteppiche haben Kette und Schuss aus Wolle und einen glänzenden, mittelhohen Flor mit dem symmetrischen Knoten, bei etwa 80.000 bis 160.000 Knoten/m². Kennzeichnend ist eine gestufte Gebetsnische, oft in kräftigem Rot, über oder unter der eine Reihe stilisierter Tulpen auf langen Stielen steht. Die Zwickel neben dem Nischengiebel sind blau oder grün, die Bordüren zeigen Rosetten und Ranken. Die Formate liegen um 1 × 1,7 m.
Antike Ladik aus der Zeit vor 1850 sind seltene Sammlerstücke; die Mehrzahl im Handel stammt aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Typische Schäden sind abgelaufene Stellen im Bereich der Nische, Mottenfraß und verkürzte Enden. Nachknüpfungen des Tulpenmusters aus dem 20. Jahrhundert, auch aus anderen Regionen, wirken in der Zeichnung steifer und haben häufig eine Baumwollkette.
Woran man es erkennt
- Gestufte Gebetsnische, oft rot
- Reihe stilisierter Tulpen auf Stielen
- Blaue oder grüne Zwickel
- Wollfundament, symmetrischer Knoten
- Formate um 1 × 1,7 m
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