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China, Tibet & Nepal, Innere Mongolei, China

Baotou

Stadt in der Inneren Mongolei; Baotou-Teppiche des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sind meist blau-braun gefärbt und tragen buddhistische Motive.

Baotou liegt in der Inneren Mongolei am Gelben Fluss und war im 19. Jahrhundert ein Handelsplatz zwischen China und der Mongolei. Die Teppiche der Region, im Handel auch nach der früheren Provinz Suiyuan benannt, wurden für Haushalte, Klöster und den Handel geknüpft. Sie stehen den Ningxia-Teppichen nahe, unterscheiden sich aber durch ihre Farbstellung. Im westlichen Handel laufen sie auch unter der älteren Schreibweise Paotou.

Baotou-Teppiche haben eine Baumwollkette und einen dicken Wollflor mit dem asymmetrischen Knoten, bei etwa 30.000 bis 80.000 Knoten/m². Kennzeichnend ist eine Farbstellung aus Dunkelblau, Hellblau, Braun, Beige und wenig Rot. Typische Motive sind Lotos, Pfingstrosen, die acht buddhistischen Symbole, Drachen, Vasen und Landschaften, dazu Mäander- und Perlbordüren. Neben Bodenteppichen entstanden Säulenteppiche, Satteldecken und Sitzteppiche für Klöster. Ein Teppich kommt dabei oft mit vier bis fünf Farbtönen aus.

Baotou des 19. Jahrhunderts mit Pflanzenfarben sind gefragt; die Mehrzahl im Handel stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Braune Partien sind oft korrodiert, sodass der Flor dort tiefer steht und das Muster als Relief erscheint. Häufige Mängel sind abgelaufene Flächen, verblasstes Blau, Mottenfraß und gekürzte Enden. Ein vollständiges Format und eine unverfälschte Farbstellung erhalten den Wert.

Woran man es erkennt

  • Dunkelblau, Hellblau und Braun
  • Buddhistische Symbole und Lotos
  • Mäander- und Perlbordüren
  • Baumwollkette, dicker Flor
  • Auch Säulenteppiche und Satteldecken

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