Manufaktur: Glas & Kristall
Peill & Putzler
Düren (Rheinland), 20. Jahrhundert
Glashütte in Düren; Trinkglas, Kristall und Leuchtenglas, bekannt für Glasleuchten der 1950er- bis 1970er-Jahre nach Aloys F. Gangkofner.
Die Glashüttenwerke Peill & Putzler entstanden in Düren im Rheinland aus der Verbindung zweier Glasunternehmen der Stadt. Im 20. Jahrhundert produzierte die Firma Trinkgläser, Kristall, Pressglas und vor allem Glas für Beleuchtungskörper: Schirme, Kugeln und Kelche aus Opal- und Überfangglas, die an Leuchtenfirmen gingen oder unter eigenem Namen als fertige Leuchten verkauft wurden. Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Produktion in Düren eingestellt; die Leuchten der Nachkriegszeit werden seither als Design gesammelt.
In den 1950er- und 1960er-Jahren entwarf Aloys F. Gangkofner Pendel-, Tisch- und Wandleuchten aus mundgeblasenem Glas, deren mehrschichtige, oft gestreifte oder marmorierte Schirme das Licht weich streuen. Daneben entstanden Deckenleuchten mit opalweißen Kugeln, Wandleuchten mit Glasschalen und Trinkglasserien im schlichten Stil der Nachkriegsmoderne. Die Leuchten fanden ihren Weg in Wohnungen, Hotels und Verwaltungsbauten der Bundesrepublik und Österreichs. Typisch sind Kombinationen aus weißem Opalglas mit farbigen Bändern in Orange, Braun oder Grün.
Leuchten tragen häufig ein Typenschild oder einen Aufkleber mit „Peill & Putzler“ an der Fassung oder am Baldachin; Schirme sind selten gemarkt. Bei Gangkofner-Leuchten zählen Vollständigkeit, unbeschädigte Glasschichten und originale Metallteile. Ersatzschirme anderer Herkunft passen oft nicht exakt auf die Halterung. Elektrisch sollten ältere Leuchten vor Gebrauch geprüft werden, da Kabel und Fassungen der 1950er-Jahre häufig spröde sind. Ähnliche Glasleuchten lieferten auch andere deutsche Hütten.
Entwerfer & Personen
- Aloys F. Gangkofner
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- Cristallerie Schneider1913 bis um 1981
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- Fachschule Haidaseit 1870
- Fachschule Steinschönauseit 1856
- Fritz Heckert1866–1923, danach Jo-He-Ky
- Graf Harrach'sche Glashütteseit 1712
- Holmegaardseit 1825
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- Meyr's Neffe19. Jahrhundert bis 1922
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- Orreforsseit 1898
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