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Manufaktur: Glas & Kristall

Holmegaard

Fensmark (Seeland, Dänemark), seit 1825

Dänische Glashütte, 1825 auf Seeland gegründet; skandinavisches Glas von Jacob E. Bang, Per Lütken und Otto Brauer.

Gräfin Henriette Danneskiold-Samsøe gründete 1825 auf ihrem Gut auf Seeland eine Glashütte, die zunächst den Torf des nahen Holmegaard-Moors als Brennstoff nutzte. Die Hütte produzierte Flaschen und Gebrauchsglas, ab dem 20. Jahrhundert auch Kunst- und Trinkglas. 1965 vereinigte sie sich mit der Kopenhagener Hütte Kastrup und gehörte später zur Royal-Copenhagen-Gruppe. Holmegaard ist bis heute eine verbreitete dänische Glasmarke. Der Hüttenort Fensmark liegt im Süden Seelands.

Jacob E. Bang entwarf ab 1928 schlichte Trink- und Ziergläser. Per Lütken war von 1942 bis zu seinem Tod 1998 Hauptentwerfer und schuf Hunderte Formen, darunter weich geblasene, asymmetrische Vasen und Schalen in Rauch-, Aqua- und Grüntönen. Otto Brauer überarbeitete Anfang der 1960er-Jahre eine Lütken-Form zur Gulvvase, der bauchigen Bodenvase in kräftigen Farben. Michael Bang entwarf in den 1970er-Jahren die Serie Palet mit farbigen Opalglasstücken.

Kunstglas von Per Lütken ist häufig am Boden graviert mit „Holmegaard“, seinem Monogramm „PL“ und der Jahreszahl. Serienglas trägt meist nur ein Etikett. Gulvvasen wurden in vielen Größen und Farben gefertigt und sind oft unsigniert; Nachfertigungen aus späteren Jahrzehnten unterscheiden sich durch Farbtöne und Etiketten. Kratzer im Inneren großer Vasen entstehen durch Gebrauch und gehören zur Zustandsbeschreibung. Etiketten nennen häufig auch Kastrup.

Entwerfer & Personen

  • Henriette Danneskiold-Samsøe
  • Jacob E. Bang
  • Per Lütken
  • Otto Brauer
  • Michael Bang

Ebenfalls: Glas & Kristall

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