Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Design 20. Jh.

Felix Augenfeld

Architekt, Möbeldesigner, 1893–1984, Wien – New York

Wiener Architekt im Büro mit Karl Hofmann (1922–1938); Lesesessel für Sigmund Freud, ab 1939 Möbel und Interieurs in New York.

Felix Augenfeld maturierte an der Staatsrealschule Schottenbastei und begann 1910 an der Technischen Hochschule Wien Architektur zu studieren. Nach Kriegsdienst und italienischer Gefangenschaft schloss er 1920 ab und arbeitete bei Friedrich Mahler. 1922 gründete er mit Karl Hofmann ein Büro, das bis zur Emigration beider 1938 bestand. Über London kam er Ende 1939 nach New York, erhielt 1940 die Zulassung als Architekt und eröffnete 1941 ein eigenes Büro. Er starb 1984 in New York.

In Wien entstanden das Kanzleigebäude Gottlieb Schnabel (1924), der Gemeindebau Prager Straße 56–58 (1925/26) und Beiträge zur Werkbundausstellung 1930. Bekannt ist der Lesesessel, den Augenfeld um 1930 für Sigmund Freud entwarf, zugeschnitten auf Freuds ungewöhnliche Sitzhaltung beim Lesen. In den USA entwarf er bis in die 1970er Jahre Möbel und Einrichtungen, vor allem Anrichten, Sekretäre und Einbauschränke aus strukturierten Hölzern, oft mit Stahlrohr, und gestaltete 1953 und 1960 Thonet-Schauräume.

Augenfelds Möbel sind meist Einzelanfertigungen und ohne Herstellerzeichen; die Herkunft aus einer dokumentierten Wohnung ist das wichtigste Kriterium. Der Lesesessel für Freud befindet sich im Freud Museum in London und dient als Referenz für Form und Polsterung. Arbeiten aus dem Büro Augenfeld & Hofmann sind über Fotos in Wiener Zeitschriften der 1920er Jahre zuzuordnen.

Ebenfalls: Design 20. Jh.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.