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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Hugo Gorge

Architekt, Innenarchitekt, 1883–1934, Botenwald (Mähren) – Wien

Ohmann-Schüler und Assistent Oskar Strnads; Wohnungseinrichtungen, ein Doppelhaus der Werkbundsiedlung und eine Villa in der Fleschgasse.

Hugo Gorge wuchs in Mähren auf, besuchte die Unterrealschule in Troppau und die Staatsgewerbeschule in Brünn. In Wien hörte er an der Technischen Hochschule und studierte 1907–1910 bei Friedrich Ohmann an der Akademie, in dessen Atelier er ab 1909 mitarbeitete. 1911/12 assistierte er Oskar Strnad an der Kunstgewerbeschule. Erst 1933 erhielt er die Befugnis als Zivilarchitekt. Er starb 1934 in Wien.

Gorge war vor allem Innenarchitekt: Er richtete in Wien Wohnungen und Geschäfte ein und baute einige Wohn- und Geschäftshäuser. Zur Werkbundsiedlung 1932 trug er ein Doppelwohnhaus bei; 1933/34 entstand eine Villa für die eigene Familie in der Fleschgasse in Hietzing. Als Assistent Strnads stand er der Wohnauffassung von Strnad und Josef Frank nahe, die leichte, bewegliche Möbel statt fester Garnituren vorsah.

Möbel aus Gorge-Einrichtungen sind nicht gemarkt. Sie lassen sich nur über Fotos in Zeitschriften wie „Innendekoration“ oder „Moderne Bauformen“, über Ausstellungskataloge des Werkbunds und über die Herkunft aus einer dokumentierten Wohnung zuordnen. Der Werkbundsiedlung zugeschriebene Möbel sind oft Ausstellungsstücke anderer Entwerfer; die Kataloge von 1932 nennen die jeweiligen Urheber der Einrichtung.

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