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Material: Email, Steine & Schmuck

Zuchtperle

Durch eingesetzten Kern oder Gewebe in Muscheln gezüchtete Perle, seit Kokichi Mikimoto der Standard des Perlenschmucks.

Für eine Zuchtperle setzt der Züchter einen Perlmuttkern und ein Stück Mantelgewebe in eine Muschel ein, die beides mit Perlmutt umhüllt. Kokichi Mikimoto brachte das Verfahren in Japan zur Marktreife; ab den 1920er-Jahren kamen Akoya-Zuchtperlen in großen Mengen auf den Markt. Später folgten Südseeperlen aus Australien und Indonesien, schwarze Tahitiperlen und Süßwasserzuchtperlen aus China, die meist ohne Kern wachsen. Heute bestehen fast alle Perlenketten aus Zuchtperlen, bewertet nach Größe, Form, Lüster, Farbe und Oberfläche.

Zuchtperlen zeigen beim Blick ins Bohrloch oft eine Grenze zwischen Kern und Perlmuttschicht. Der Zahntest ergibt ein leicht raues Gefühl, Imitationen aus Glas oder Kunststoff wirken glatt. Akoya-Perlen sind meist rund und weiß bis rosé, Süßwasserperlen häufiger unregelmäßig. Ein Knoten zwischen jeder Perle zeigt eine sorgfältig geknüpfte Kette. Verschlüsse aus Gold mit Stempel geben zusätzliche Hinweise. Majorica-Perlen sind Imitationen mit Glaskern und perlmuttartiger Beschichtung.

Zuchtperlenketten werden nach Größe, Lüster, Form, Farbe und Oberflächenreinheit bewertet. Alte Akoya-Ketten mit dünner Perlmuttschicht und abgeriebenen Perlen haben geringen Wert. Große Südsee- und Tahitiperlen sind gesucht. Ein Neuknüpfen verbessert den Eindruck einer alten Kette, vergilbte oder matte Perlen lassen sich dagegen nicht aufarbeiten.

So prüfen Sie es

  • sichtbare Kerngrenze im Bohrloch
  • leicht rauer Zahntest
  • runde Akoya-Form
  • Knoten zwischen den Perlen
  • glatte Oberfläche bei Imitationen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.