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Material: Metall & Bronze

Sandguss

Gießverfahren mit Formen aus feinem Formsand; bei Wiener Bronzen, Zink- und Eisenguss verbreitet, im Unterschied zum Wachsausschmelzverfahren.

Beim Sandguss wird ein Modell in feinen, gebundenen Formsand abgedrückt, der in zwei oder mehr Formkästen gestampft ist; nach dem Herausnehmen des Modells fließt das Metall in den Hohlraum. Komplizierte Figuren werden in Teilen gegossen und anschließend verschraubt, verstiftet oder verlötet, ein Kern spart bei größeren Stücken das Innere aus. Für höhere Auflagen eignet sich das Verfahren besser als der Wachsausschmelzguss.

Wiener Bronzen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurden häufig im Sandguss in vielen Einzelteilen hergestellt, dann ziseliert, montiert und kalt bemalt. Auch französische Gießereien wie Barbedienne gossen Editionen nach Bildhauermodellen in Sand. Eisen- und Zinkkunstguss beruhen ebenfalls auf Sandformen. Für Unikate und feine Oberflächen bevorzugten Bildhauer ab 1900 den Wachsausschmelzguss, etwa bei der Pariser Gießerei Hébrard.

Sandgüsse zeigen innen eine körnige Oberfläche, gleichmäßige Wandstärken und Teilungsnähte, die außen meist verputzt sind; Verbindungen der Einzelteile verraten sich durch Schrauben, Stifte und Fugen. Wachsausschmelzgüsse bestehen oft aus weniger Teilen und zeigen innen die Pinselspuren des Wachses. Nachgüsse nach vorhandenen Bronzen fallen durch die Schwindung des Metalls etwas kleiner aus und haben weichere Details.

So prüfen Sie es

  • körnige Innenfläche
  • verputzte Teilungsnähte
  • aus Einzelteilen verschraubt oder verstiftet
  • gleichmäßige Wandstärke
  • Nachgüsse etwas kleiner als die Vorlage

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.