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Material: Metall & Bronze

Blei

Schweres, weiches Metall für Brunnen- und Gartenfiguren, Sarkophage und Spielfiguren; Georg Raphael Donners Providentiabrunnen ist das Wiener Hauptwerk.

Blei ist ein graues, weiches und sehr schweres Metall, das bei 327 °C schmilzt und sich leicht gießen und treiben lässt. In der Bildhauerei verwendete man es rein oder legiert mit Zinn. An der Luft bildet es eine stumpfe graue Oxidschicht; organische Säuren, etwa aus Eichenholzvitrinen, erzeugen weißes, pulvriges Bleikarbonat.

Georg Raphael Donner schuf 1737–1739 die Figuren des Providentiabrunnens am Neuen Markt aus einer Blei-Zinn-Legierung; die Originale stehen heute im Belvedere, am Brunnen seit 1873 Bronzekopien. Franz Xaver Messerschmidt goss mehrere Charakterköpfe in Zinn-Blei-Legierung, Balthasar Ferdinand Moll schuf die Prunksarkophage der Kapuzinergruft aus Zinnguss. Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden Gartenfiguren, Urnen und massiv oder hohl gegossene Spielfiguren aus Blei.

Bleiobjekte erkennt man am hohen Gewicht, an der Weichheit und am grauen, abfärbenden Abrieb. Typische Schäden sind Verformungen, Dellen, Risse an dünnen Teilen und weiße Korrosion. Blei ist giftig: Beim Hantieren Handschuhe tragen und Abrieb nicht einatmen. Bei Spielfiguren bestimmen Hersteller, Bemalung, Vollständigkeit und Originalkarton die Einordnung.

So prüfen Sie es

  • sehr hohes Gewicht
  • weich, mit Metallgegenständen ritzbar
  • grauer, abfärbender Abrieb
  • weiße, pulvrige Korrosion
  • Verformungen statt Brüchen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.