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Material: Email, Steine & Schmuck

Rosenschliff

Diamantschliff mit flacher Unterseite und kuppelförmig facettierter Oberseite, vom 16. bis ins 19. Jahrhundert verbreitet.

Der Rosenschliff hat keinen Unterteil, sondern eine flache Basis und eine kuppelförmige Oberseite aus dreieckigen Facetten, die in einer Spitze zusammenlaufen. Er entstand im 16. Jahrhundert in den Niederlanden und blieb bis ins 19. Jahrhundert beliebt, weil er bei flachen Rohsteinen wenig Material kostete. Diamantrosen schmücken Ringe, Broschen, Ohrgehänge und Uhren aus Barock, Rokoko und Biedermeier. Auch Granate und andere Steine wurden im Rosenschliff bearbeitet, oft dicht nebeneinander gesetzt und hinterfoliert.

Diamantrosen zeigen von oben ein sternförmiges Facettenmuster und von der Seite eine flache Unterseite. Sie funkeln weniger als Brillanten, wirken aber mild und schimmernd. Häufig sitzen sie in geschlossenen Fassungen mit Folie dahinter, um den Glanz zu verstärken. Unter der Lupe sind Einschlüsse oft sichtbar. Glasrosen haben weichere Kanten, Bläschen und nutzen sich an den Spitzen ab. Feuchtigkeit hinter der Folie führt zu dunklen, matten Steinen.

Schmuck mit Diamantrosen wird im Ganzen bewertet, weil die Steine einzeln geringe Gewichte haben. Gut erhaltene Stücke des 18. und 19. Jahrhunderts mit originaler Fassung sind gesucht. Ausgetauschte oder fehlende Rosen mindern den Wert. Neue Rosenschliffe sind wieder in Mode und bei modernem Schmuck verbreitet.

So prüfen Sie es

  • flache Unterseite
  • kuppelförmige, dreieckige Facetten
  • sternförmiges Muster von oben
  • geschlossene Fassung mit Folie
  • milder Schimmer statt starkem Funkeln

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.