Künstler: Aquarell & Vedute
Wilhelm Gause
Maler, Aquarellist, 1853–1916, Krefeld – Düsseldorf – Wien
Aus Krefeld stammender Wiener Aquarellist von Märkten, Straßenszenen und Hofbällen um 1900.
Wilhelm Gause wurde 1853 in Krefeld geboren und studierte an der Düsseldorfer Akademie. Er arbeitete als Illustrator und ließ sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Wien nieder, wo er bis zu seinem Tod 1916 lebte. In Wien wurde er zum Chronisten des städtischen Lebens zwischen Ringstraße, Markt und Vorstadt, besonders in Aquarell, das er für figurenreiche Szenen einsetzte. Er blieb bis zuletzt aktiv.
Gause malte Wiener Märkte wie den Naschmarkt, Straßenszenen, Volksfeste, Praterszenen, Kirchgänge und das Gesellschaftsleben, darunter das große Aquarell eines Hofballs in der Hofburg um 1900. Seine Blätter sind figurenreich, mit lebendiger Beobachtung und lockerem Pinsel. Daneben entstanden Ölbilder und Illustrationen für Zeitschriften. Er arbeitete in Aquarell und Deckfarben auf Papier, oft in großen Formaten, mit Hunderten Figuren in genauer Kleidung der Zeit.
Gause signierte mit „W. Gause“ und häufig mit Jahreszahl. Seine Wien-Motive sind gesucht, da sie den Alltag um 1900 dokumentieren. Im Handel erscheinen Aquarelle unterschiedlicher Größe; Lichtschäden sind häufig. Reproduktionen des Hofball-Aquarells und anderer Motive werden als Drucke angeboten; Papier und Pinselspuren trennen Original und Druck. Passepartouts sind oft vergilbt.
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