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Künstler: Klassizismus

Heinrich Friedrich Füger

Maler, Miniaturmaler, Akademiedirektor, 1751–1818, Heilbronn – Neapel – Wien

Klassizistischer Maler und Miniaturist, Direktor der Wiener Akademie ab 1795 und der kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere.

Heinrich Friedrich Füger wurde 1751 in Heilbronn geboren, lernte in Stuttgart und Leipzig und kam 1774 nach Wien. Ein Stipendium führte ihn nach Rom und Neapel, wo er für den Hof der Königin Maria Karolina arbeitete. Ab 1783 lehrte er an der Wiener Akademie, 1795 wurde er ihr Direktor, 1806 Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere. Er starb 1818 in Wien.

Füger begann als Miniaturmaler und schuf Bildnisminiaturen auf Elfenbein von großer Feinheit, darunter Mitglieder der kaiserlichen Familie und des Adels. Als Historienmaler malte er Themen aus antiker Geschichte und Mythologie wie den Tod der Virginia und Prometheus. Seine Ölbildnisse zeigen klassizistische Klarheit, glatte Malweise und gedämpfte Farbigkeit. Er illustrierte Klopstocks „Messias“. Seine Miniaturen sind oft oval und in vergoldete Rahmen mit Glas gefasst.

Miniaturen Fügers sind meist auf Elfenbeinplättchen gemalt. Für Elfenbein gelten seit 19. Jänner 2022 die Handelsbeschränkungen der VO (EU) 2021/2280; ein Ankauf ist nur möglich, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise vorliegen. Signaturen lauten „Füger“ mit Jahreszahl. Viele Miniaturen „nach Füger“ entstanden durch Kopisten; Feinheit der Punktierung und Gesichtsmodellierung trennen sie vom Original.

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