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Künstler: Klassizismus

Jakob Gauermann

Landschaftsmaler, Kupferstecher, 1773–1843, Öffingen – Wien – Miesenbach

Landschaftsmaler und Stecher aus Württemberg, Kammermaler Erzherzog Johanns und Vater Friedrich Gauermanns.

Jakob Gauermann wurde 1773 in Öffingen bei Stuttgart geboren, kam 1798 nach Wien und studierte an der Akademie. Erzherzog Johann ernannte ihn zum Kammermaler; für ihn hielt Gauermann Landschaften, Trachten und Volksleben der Steiermark fest. Er lebte ab etwa 1800 auf dem Hof Scheuchenstein in Miesenbach am Schneeberg, wo sein Sohn Friedrich Gauermann geboren wurde. Er starb 1843. Er war ein vielseitiger Landschafter.

Gauermann malte und aquarellierte Gebirgslandschaften, Täler, Bauernhöfe und Almen, oft mit genauer Wiedergabe der Tracht und Arbeit. Für Erzherzog Johann entstanden topografische Aquarelle der Steiermark, die heute in Sammlungen in Graz und Wien liegen. Als Kupferstecher und Radierer reproduzierte er eigene und fremde Landschaften. Viele Blätter tragen Ortsangaben in Feder und zeigen Bauernhäuser, Mühlen und Almhütten in genauer Bauweise. Seine Farbigkeit ist hell und klar.

Arbeiten von Jakob Gauermann werden im Handel mit denen seines Sohnes verwechselt; Signaturen „J. Gauermann“ und „F. Gauermann“ sind sorgfältig zu lesen. Jakobs Aquarelle sind zeichnerischer und kleinteiliger, die Farbigkeit ist heller. Druckgrafik nach Gauermann kommt in Ansichtenwerken vor. Topografische Blätter lassen sich über den dargestellten Ort und Vergleichsbestände datieren.

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