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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Paul Flora

Zeichner, Karikaturist, Grafiker, 1922–2009, Glurns – Innsbruck

Tiroler Zeichner der Raben, Masken und venezianischen Szenen; von 1957 bis 1971 politischer Karikaturist der Hamburger „Zeit“.

1922 in Glurns im Vinschgau geboren, wuchs Paul Flora in Innsbruck auf und studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Olaf Gulbransson. Ab 1945 lebte er wieder in Innsbruck. Von 1957 bis 1971 zeichnete er politische Karikaturen für die Wochenzeitung „Die Zeit“. Daneben illustrierte er zahlreiche Bücher, vor allem im Zürcher Diogenes Verlag, und veröffentlichte eigene Zeichnungsbände. Flora starb 2009 in Innsbruck.

Floras Werkzeug ist die Feder: dünne, schraffierte Linien in Tusche, oft leicht koloriert, auf weißem Papier. Wiederkehrende Motive sind Raben, Masken des venezianischen Karnevals, Tiroler Bauernhäuser, Burgen, Admirale, Würdenträger und skurrile Gestalten in leerer Landschaft. Neben Zeichnungen entstanden Radierungen, Lithografien und Offsetdrucke in hohen Auflagen sowie Plakate und Buchumschläge. Viele Bände des Diogenes Verlags tragen seine Zeichnungen auf Umschlag und Vorsatz, oft mit eigens gezeichneten Vignetten.

Originalzeichnungen sind mit „Flora“ signiert, oft mit Titel in seiner Handschrift. Da viele Motive als Offset oder Kunstdruck vervielfältigt wurden, ist zuerst die Technik zu bestimmen: Eine Federzeichnung zeigt Tuscheauftrag mit leichtem Relief und unregelmäßigen Strichenden, ein Druck ein gleichmäßiges Raster. Signierte Radierungen tragen Plattenrand und Nummer. Erstausgaben mit Widmungszeichnung sind gesucht.

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