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Künstler: Nachkriegsmoderne & Art Club

Hans Fronius

Maler, Grafiker, Illustrator, 1903–1988, Sarajevo – Fürstenfeld – Perchtoldsdorf – Mödling

Zeichner und Grafiker eines expressiven Realismus; Holzschnitte zu Kafkas „Verwandlung“ (1931), 115 Bücher und Mappen.

1903 in Sarajevo geboren, studierte Hans Fronius 1922–1928 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Karl Sterrer und Alois Delug. 1930 legte er die Lehramtsprüfung ab und unterrichtete jahrzehntelang am Realgymnasium in Fürstenfeld, später in Mödling. 1961 übersiedelte er nach Perchtoldsdorf, ab 1964 arbeitete er freischaffend. Nach 1938 wurden seine Ausstellungen wiederholt untersagt. Fronius starb 1988 in Mödling. Ab 1923 war er Mitglied der Grazer Secession.

Sein Werk zählt zum expressiven Realismus: Porträts, literarische Szenen, Landschaften und Stadtansichten in heftigem Strich. Bekannt wurde er als Illustrator; insgesamt erschienen 115 Bücher und Mappen. 1931 schuf er eine zehnteilige Holzschnittfolge zu Kafkas „Verwandlung“, die er Alfred Kubin widmete. Es folgten Illustrationen zu Edgar Allan Poe, Dostojewskis „Großinquisitor“ (1951) und Joseph Roths „Hiob“. Er arbeitete in Holzschnitt, Lithografie, Radierung, Kreide und Öl auf Hartfaser.

Holzschnitte und Lithografien tragen meist die Bleistiftsignatur „Fronius“, oft auch eine Nummer; Mappenwerke nennen im Druckvermerk die Auflagenhöhe. Illustrierte Bücher sind in Vorzugsausgaben mit Originalgrafik besonders gesucht; Normalausgaben enthalten meist Reproduktionen. Kreidezeichnungen verwischen leicht. Bei Ölbildern auf Hartfaser sind Kanten und Ecken auf Bestoßungen zu prüfen. Herkunft aus steirischen und niederösterreichischen Sammlungen ist häufig.

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