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Künstler: Internationale Grafik

Conrad Felixmüller

Maler, Grafiker, 1897–1977, Dresden – Klotzsche – Berlin

Dresdner Expressionist mit großem druckgrafischem Werk; Holzschnitte und Lithografien von Arbeitern, Bergleuten und Familienbildnissen.

Conrad Felixmüller, geboren als Conrad Felix Müller in Dresden, studierte an der Dresdner Akademie und gründete 1919 die „Dresdner Sezession Gruppe 1919“ mit. Er war Mitglied der KPD und zeichnete für linke Zeitschriften wie „Die Aktion“. Reisen ins Ruhrgebiet 1920 führten zu Bildern von Bergleuten und Stahlarbeitern. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten über 150 Werke. 1949–1961 lehrte er in Halle, danach lebte er in Berlin, wo er 1977 starb.

Felixmüllers Druckgrafik umfasst mehrere hundert Holzschnitte, Radierungen und Lithografien. Die frühen Blätter zeigen expressionistisch zugespitzte Formen und starke Schwarz-Weiß-Kontraste, ab Mitte der 1920er Jahre wird die Darstellung sachlicher. Themen sind Arbeiter, Großstadt, Bildnisse von Künstlerfreunden und vor allem seine Familie. Viele Holzschnitte erschienen als Beilagen in Zeitschriften und Mappen. Die Familienbilder zeigen seine Frau Londa und die Söhne Luca und Titus.

Die Druckgrafik verzeichnet Gerhart Söhn. Lebzeitabzüge sind meist mit Bleistift signiert und oft datiert. Zeitschriftenbeilagen aus „Die Aktion“ sind kleiner und auf dünnerem Papier gedruckt. Spätere Abzüge von Originalstöcken sind von Lebzeitdrucken zu trennen. Gemälde stammen häufig aus deutschem Besitz, die Herkunft 1933–1945 ist zu klären. Gemälde der 1920er Jahre sind wesentlich seltener als Grafik.

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