Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit im 18. Bezirk, 1180 Wien
Raumplan in Währing: das Haus Moller von Adolf Loos
Adolf Loos’ Haus Moller in der Starkfriedgasse führt den Raumplan vor. Währinger Villen bewahren Möbel und Leuchten der Wohnkultur zwischen den Kriegen.
Für den Textilindustriellen Hans Moller entstand 1927/28 in der Starkfriedgasse ein Haus von Adolf Loos. Es führt den Raumplan vor, Loos’ Antwort auf die Wohnfrage: Räume auf verschieden hohen Ebenen, verbunden durch kurze Treppen, nach außen eine strenge, nahezu symmetrische Fassade mit vorspringendem Erker. Im selben Bezirk legte der 1872 gegründete Cottage-Verein, englischen Vorbildern folgend, ein Villenviertel mit Gärten an, dessen Häuser in der Zwischenkriegszeit vielfach neu eingerichtet wurden.
Loos-Möbel und Einbauteile sind selten, weil sie für bestimmte Räume entstanden; Belege sind Pläne, Fotos und Rechnungen. Häufiger finden sich in Währinger Villen Möbel der Zwischenkriegszeit aus Wiener Tischlereien, Leuchten, Teppiche und Stoffe im Geschmack von Haus & Garten. Weil viele Cottage-Familien nach 1938 vertrieben wurden und Rückstellungsverfahren folgten, fragen wir nach Unterlagen zur Herkunft, bevor wir bewerten.
Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit in anderen Bezirken
Hietzing
Werkbundsiedlung von 1932; Haus Beer in der Wenzgasse von Josef Frank und Oskar Wlach.
Landstraße
Haus Wittgenstein in der Kundmanngasse von Paul Engelmann und Ludwig Wittgenstein.
Innere Stadt
Einrichtungshaus Haus & Garten in der Bösendorferstraße.
Neubau
Werkstätte Carl Auböck in der Bernardgasse.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular