Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit im 3. Bezirk, 1030 Wien
Haus Wittgenstein: Wohnkultur der Zwischenkriegszeit in der Landstraße
Ludwig Wittgenstein und Paul Engelmann bauten 1926–1928 das Haus in der Kundmanngasse – bis zur Türklinke durchdacht, ohne Ornament.
Ludwig Wittgenstein und Paul Engelmann bauten 1926–1928 in der Kundmanngasse das Haus für Margaret Stonborough-Wittgenstein. Der Philosoph legte Proportionen, Türklinken, Heizkörper und Fenster bis ins Detail fest; das Ergebnis ist ein strenger, ornamentloser Bau mit hohen Türen und genau bemessenen Räumen. Damit steht in der Landstraße ein Gegenpol zu Josef Franks gemusterter Wohnlichkeit. Das Haus liegt nicht weit vom Rochusmarkt, in einem Viertel aus Gründerzeitbauten und Gemeindebauten.
Für die Wohnkultur der Zwischenkriegszeit sind im 3. Bezirk vor allem Ausstattungen großbürgerlicher Wohnungen interessant: Beleuchtung, Türbeschläge, Schalter und Armaturen, Möbel aus Wiener Tischlereien der 1920er-Jahre. Beschläge und Einbauteile aus Sanierungen haben einen eigenen Markt, wenn ihre Herkunft belegt ist. Möbel von Portois & Fix aus der Ungargasse kommen hier ebenfalls vor; Etiketten und Stempel dokumentieren wir bei der Besichtigung.
Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit in anderen Bezirken
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