Manufaktur: Keramik
Wiener Kunstkeramische Werkstätte
Wien, um 1905 bis um 1915
Wiener Keramikwerkstätte der Inhaber Busch & Ludescher um 1905 bis 1915; Jugendstilfiguren und Ziergefäße mit der Marke WKKW.
Die Wiener Kunstkeramische Werkstätte, nach ihren Inhabern auch Busch & Ludescher genannt, arbeitete etwa von 1905 bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs in Wien. Sie gehörte zu den Betrieben, die den Aufschwung der Kunstkeramik nach dem Vorbild der Wiener Keramik nutzten und Entwürfe junger Künstler aus dem Umfeld der Kunstgewerbeschule in Serie brachten. Die Werkstatt verkaufte über Kunstgewerbehandlungen in Wien und Deutschland. Über ihre Geschichte ist vergleichsweise wenig dokumentiert.
Aus der Produktion stammen Figuren, Kinder und Tiere, Ziergefäße, Schalen, Dosen und Wandteller mit stilisierten Pflanzen, Vögeln und geometrischen Mustern. Typisch sind Glasuren in Weiß, Schwarz, Gelb, Grün und Blau, teils in Kombination mit Goldakzenten. Die Formen sind kompakt und flächig, mit Anklängen an Arbeiten von Michael Powolny. Einzelne Stücke tragen Entwerfermonogramme, die eine Zuordnung zu bestimmten Künstlern ermöglichen. Die Auflagen blieben klein.
Die Marke besteht aus den Buchstaben „WKKW“, eingeprägt oder gestempelt, oft zusammen mit Modellnummern und Monogrammen. Wegen der stilistischen Nähe zur Wiener Keramik und zur Gmundner Produktion ist die Marke das wichtigste Kriterium. Ungemarkte Stücke lassen sich kaum sicher zuordnen. Bestoßungen der Glasur an Kanten und Füßen, Haarrisse und verlorene Deckel sind die häufigsten Mängel bei diesen vergleichsweise dünnwandigen Keramiken.
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Ebenfalls: Keramik
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- Fayencemanufaktur Holitsch1743–1827
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- Wienerbergerseit 1819
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