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Heinrich von Ferstel im 9. Bezirk, 1090 Wien

Heinrich von Ferstel am Alsergrund: die Votivkirche am Rooseveltplatz

Mit 27 Jahren gewann Heinrich von Ferstel 1855 den Wettbewerb für die Votivkirche; bis 1879 entstand der neugotische Bau am heutigen Rooseveltplatz.

1855 gewann der 27-jährige Heinrich von Ferstel den Wettbewerb für die Votivkirche, gestiftet als Dank für das Überleben Kaiser Franz Josephs nach dem Attentat von 1853. Bis 1879 wuchs der neugotische Bau am heutigen Rooseveltplatz, an der Grenze des Alsergrunds zur Ringstraßenzone. Ringsum entstanden das Universitätsviertel und großbürgerliche Wohnhäuser an Währinger Straße und Berggasse, viele von Anfang an als Wohnung und Ordination genutzt. Ferstel lehrte an der Technischen Hochschule; Friedrich Ohmann gehörte zu seinen Schülern.

Die Votivkirche ist ein häufig reproduziertes Motiv des Bezirks: Stahlstiche, Lithografien, Fotografien und Ansichtskarten um 1900 zeigen sie aus allen Richtungen. Frühe Albuminabzüge auf Karton und kolorierte Stiche unterscheiden sich von späten Offsetdrucken durch Papier, Tonung und Druckbild. In Ärzte- und Professorenhaushalten an Währinger Straße und Liechtensteinstraße stehen zudem Gründerzeitmöbel und Ordinationsmobiliar des Historismus aus der Bauzeit der Kirche.

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.