Künstler: Ringstraßen-Bildhauer
Hans Bitterlich
Bildhauer, Akademieprofessor, 1860–1949, Wien – Wien
Bildhauer des Gutenberg-Denkmals am Lugeck (1900) und des Kaiserin-Elisabeth-Denkmals im Volksgarten; Akademieprofessor 1901–1931.
Hans Bitterlich war der Sohn des Bildhauers und Historienmalers Eduard Bitterlich. Er studierte bei Edmund Hellmer und Caspar von Zumbusch und lehrte 1901–1931 als Professor an der Wiener Akademie. Seine Studienzeit fiel in die Jahre, in denen sein Lehrer Zumbusch das Maria-Theresien-Denkmal vollendete, das 1888 enthüllt wurde. Zu seinen Studenten gehörten Bruno Zach und Siegfried Charoux. Er starb 1949 in Wien.
Am Lugeck steht sein Gutenberg-Denkmal (1900) für den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Im Volksgarten schuf er 1904–1907 die sitzende Marmorfigur der Kaiserin Elisabeth, für die Friedrich Ohmann den architektonischen Rahmen mit Wasserbecken und Bank gestaltete. Bitterlich arbeitete in der Tradition des späten Historismus mit ruhigen, geschlossenen Formen und modellierte daneben Porträtbüsten und Grabplastik für Wiener Friedhöfe. Am Elisabeth-Denkmal arbeiteten er und Ohmann eng zusammen.
Bronzereduktionen des Elisabeth-Denkmals und Porträtbüsten Bitterlichs erscheinen im Handel; Gießerstempel und Signatur sind zu prüfen. Elisabeth-Andenken der Zeit nach 1898 sind sehr zahlreich und meist nicht von Bitterlich; der Bezug zum Denkmal ist am Motiv der sitzenden Kaiserin erkennbar. Arbeiten seines Vaters Eduard Bitterlich sind von seinen eigenen zu trennen.
Epochen & Stile
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Ebenfalls: Ringstraßen-Bildhauer
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- Viktor Tilgner1844–1896
- Rudolf Weyr1847–1914
- Caspar von Zumbusch1830–1915
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