Manufaktur: Design & Kunstgewerbe
Wiener Werkbund
Wien, gegründet 1912
Vereinigung von Architekten, Entwerfern und Herstellern nach deutschem Vorbild; veranstaltete 1932 die Werkbundsiedlung in Hietzing mit eingerichteten Musterhäusern.
1912 gründeten Architekten, Künstler und Industrielle nach dem Vorbild des 1907 entstandenen Deutschen Werkbunds den Österreichischen Werkbund, oft Wiener Werkbund genannt. Josef Hoffmann gehörte zu den treibenden Kräften. Ziel war die Verbindung von künstlerischem Entwurf und industrieller Fertigung. 1930 tagte der Deutsche Werkbund in Wien, begleitet von einer Ausstellung im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie.
Unter der Leitung von Josef Frank entstand 1932 in Hietzing die Werkbundsiedlung mit rund 70 Häusern von über 30 Architekten, darunter Adolf Loos, Josef Hoffmann, Gerrit Rietveld, Richard Neutra, André Lurçat, Hugo Häring, Margarete Schütte-Lihotzky und Ernst Plischke. Die Häuser wurden voll eingerichtet gezeigt und sollten danach verkauft werden. 1933/34 spaltete sich der Werkbund; Hoffmann, Clemens Holzmeister und Peter Behrens gründeten den Neuen Werkbund Österreichs.
Für Sammler interessant sind der Ausstellungskatalog von 1932 mit Grundrissen und Einrichtungsfotos, Postkarten der Siedlung und Plakate. Möbel, Leuchten und Textilien aus den Musterhäusern stammten von Wiener Werkstätten und Firmen wie Haus & Garten; ihre Herkunft aus einem Werkbundhaus lässt sich über Katalogabbildungen und zeitgenössische Fotos prüfen.
Wiener Werkbund verkaufen: in allen 23 Bezirken
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