Künstler: Architektur 20. & 21. Jh.
Otto Ernst Schweizer
Architekt, Hochschullehrer, 1890–1965, Schramberg – Nürnberg – Karlsruhe
Deutscher Architekt des Neuen Bauens; plante das Wiener Praterstadion, das 1931 zur Arbeiter-Olympiade eröffnet wurde.
Otto Ernst Schweizer, 1890 in Schramberg im Schwarzwald geboren, arbeitete in den 1920er-Jahren im Hochbauamt der Stadt Nürnberg. Dort entstanden nach seinen Plänen das Planetarium (1927), das Stadion (1928) und der Milchhof. 1930 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe, wo er bis 1960 lehrte. Er starb 1965 in Baden-Baden.
Das Praterstadion entstand 1929–1931 als Stahlbetonbau mit ovaler Tribünenanlage und wurde im Juli 1931 zur zweiten Arbeiter-Olympiade eröffnet. Schweizer setzte auf klare Baukörper, sichtbare Konstruktion und kurze Wege für große Besuchermengen. Das Stadion wurde mehrfach erweitert, Mitte der 1980er-Jahre überdacht und trägt seit 1992 den Namen Ernst-Happel-Stadion.
Für Sammler interessant sind die Ephemera der Arbeiter-Olympiade 1931: Plakate, Festabzeichen, Programmhefte und Ansichtskarten mit dem neuen Stadion. Fotografien und Karten lassen sich nach dem Bauzustand datieren, denn das Dach kam erst Jahrzehnte später hinzu. Architekturfotos aus Schweizers Nürnberger und Wiener Bauten erschienen in Fachzeitschriften der Zeit.
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