Leopold Forstner im 1. Bezirk, 1010 Wien
Leopold Forstner in der Inneren Stadt: Glasfenster der Postsparkasse
Noch vor Gründung seiner Mosaikwerkstätte lieferte Forstner Glasfenster für Otto Wagners Postsparkasse am Georg-Coch-Platz, gebaut 1904–1906.
Am Georg-Coch-Platz errichtete Otto Wagner 1904 bis 1906 die Postsparkasse, deren Fassade Marmorplatten mit Aluminiumköpfen tragen und deren Kassenhalle unter Glas liegt. Für den Bau lieferte Leopold Forstner Glasfenster, kurz nachdem er die Kunstgewerbeschule am Stubenring, wo Koloman Moser zu seinen Lehrern zählte, und die Münchner Akademie absolviert hatte. 1906 gründete er die Wiener Mosaikwerkstätte. Das Stubenviertel mit Postsparkasse, MAK und Kunstgewerbeschule war damit Ausbildungsort und erstes Arbeitsfeld des Glaskünstlers.
Bleiverglasungen und Glasbilder der Wiener Moderne sind im Handel selten vollständig erhalten; einzelne Felder, Entwurfszeichnungen und Kartons tauchen eher auf. Wir prüfen Bleiruten, Glasfarben, Überfang und Schwarzlotmalerei sowie Spuren eines früheren Einbaus. Aus Altstadtwohnungen und Kanzleien des 1. Bezirks kommen daneben Arbeiten der Wiener Werkstätte, Bugholzmöbel und Druckgrafik der Secession. Für ausgebaute Glasfenster planen wir Verpackung und Transport eigens und stimmen die Abholung mit der Hausverwaltung ab.
Leopold Forstner in anderen Bezirken
Penzing
Glas und Altarmosaik der Kirche am Steinhof (1906–1912) und Arbeiten für die Villa Wagner II (1912/13).
Simmering
Fenster und Mosaiken der Friedhofskirche am Zentralfriedhof (1911).
Alsergrund
Werkstatt am Althanplatz 6 (Gewerbeberechtigung für Glasmosaik 1908).
Brigittenau
Spätere Werkstatt in der Pappenheimgasse 39.
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