Leopold Forstner im 20. Bezirk, 1200 Wien
Leopold Forstner, Brigittenau: die Werkstatt Pappenheimgasse 39
Nach dem Althanplatz arbeitete Forstners Mosaikwerkstätte in der Pappenheimgasse 39 – in einem Viertel, dessen Höfe voller Werkstätten waren.
Die Pappenheimgasse liegt im Wallensteinviertel, dessen Straßen und Plätze nach Feldherren des Dreißigjährigen Kriegs benannt sind. Hier, in Nummer 39, hatte Leopold Forstner später seine Werkstatt, nachdem er am Althanplatz im Alsergrund begonnen hatte. Die Brigittenau war um 1900 Arbeiter- und Industriebezirk: Nordwestbahnhof, Lagerhäuser am Handelskai und Zinshäuser mit Werkstatttrakten in den Höfen boten Raum für Betriebe mit Material und Lager. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte Forstner seinen Lebensmittelpunkt ganz nach Stockerau, wo er 1936 starb.
Aus Altmieterwohnungen und Gemeindebauten um Wallensteinplatz und Hannovermarkt kommt heute vor allem Hausrat der Nachkriegszeit, gelegentlich aber auch älteres Kunsthandwerk aus den Werkstätten des Bezirks. Glasmosaik, Glasbilder und Entwürfe aus Forstners Umkreis bestimmen wir über Technik, Material und Dokumente; wo Signatur oder Etikett fehlen, entscheidet der Vergleich mit gesicherten Arbeiten. Werkzeug und Werkstattinventar ehemaliger Betriebe nehmen wir ebenfalls auf. Fotos per WhatsApp reichen für eine erste Einschätzung.
Leopold Forstner in anderen Bezirken
Penzing
Glas und Altarmosaik der Kirche am Steinhof (1906–1912) und Arbeiten für die Villa Wagner II (1912/13).
Innere Stadt
Glasfenster der Postsparkasse (1904–1906).
Simmering
Fenster und Mosaiken der Friedhofskirche am Zentralfriedhof (1911).
Alsergrund
Werkstatt am Althanplatz 6 (Gewerbeberechtigung für Glasmosaik 1908).
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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