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Künstler: Ringstraßen-Bildhauer

Hans Gasser

Bildhauer, Maler, 1817–1868, Eisentratten (Kärnten) – Pest

Kärntner Bildhauer; Donauweibchenbrunnen im Stadtpark (1858), Elisabeth-Statue am Westbahnhof (1860) und Fassadenfiguren des Arsenals.

Hans Gasser begann als Holzschnitzer in Kärnten und stellte 1838 erstmals in Klagenfurt aus. Er studierte an der Wiener Akademie bei Carl Gsellhofer und gewann mehrere Preise. 1842–1846 lebte er in München im Kreis von Schnorr von Carolsfeld, Kaulbach und Schwanthaler. 1850/51 war er Professor an der Wiener Akademie. Er malte auch; „Der blinde Geiger“ hängt im Belvedere. Gasser starb 1868 in Pest.

In Wien schuf er sieben allegorische Figuren für das Carltheater (1847), zwölf Monatsputten im Belvederepark (1850–1852), Stuckdecke, Karyatiden und Reliefs im Gemeinderatssaal des Alten Rathauses (1851–1853), acht Sandsteinfiguren an der Front des Hofwaffenmuseums im Arsenal (1855), zwölf Statuen der Nationen für die Bank in der Herrengasse (1855), den Donauweibchenbrunnen im Stadtpark (1858), die Statue der Kaiserin Elisabeth am Westbahnhof (1860), das Sonnenfels-Denkmal (1867) und Figuren der Brunnen neben der Oper (1868).

Kleinplastiken und Bozzetti Gassers sind selten; häufiger sind Bronzereduktionen des Donauweibchens aus dem späten 19. Jahrhundert, die als Andenken gegossen wurden. Das Donauweibchen im Stadtpark ist heute eine Kopie; das Original ist museal verwahrt. Holzschnitzereien aus seiner Kärntner Frühzeit sind über Kärntner Sammlungen zu vergleichen. Gemälde wie „Der blinde Geiger“ zeigen ihn auch als Maler der Romantik.

Epochen & Stile

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