Künstler: Ringstraßen-Bildhauer
Johannes Benk
Bildhauer, 1844–1914, Wien – Wien
Bildhauer des Deutschmeister-Denkmals (1906) und der Bekrönungsfiguren auf den Kuppeln des Natur- und des Kunsthistorischen Museums.
Johannes Benk lernte in Wien bei Franz Bauer und in Dresden bei Ernst Hähnel; 1862 erhielt er den Gundel-Preis, 1868 den Reichel-Preis, 1870/71 ein Stipendium für Rom und Florenz. 1894 bezog er eine Villa in der Kirchmeyergasse in Hietzing. Für die Votivkirche schuf er mehrere dekorative Statuen. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Bildhauern der Ringstraßenbauten. Er starb 1914 in Wien und liegt in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof.
Sein bekanntestes Werk ist das Deutschmeister-Denkmal am Deutschmeisterplatz (1903–1906) für das Wiener Hausregiment. Auf dem Naturhistorischen Museum steht seine Helios-Figur (1888), auf dem Kunsthistorischen Museum die Athena (1890), dazu Kuppelfriese und Lünetten. Im Burgtheater schuf er die Gegensatzpaare „Liebe und Hass“, „Heroismus und Egoismus“ und „Demut und Herrschsucht“, für die Länderbank in der Hohenstaufengasse eine Austria (1883), für die Neue Burg fünf Statuen.
Benks Werke sind überwiegend Bauplastik und daher ortsgebunden. Im Handel erscheinen Bronzereduktionen und Andenken an das Deutschmeister-Denkmal, Büsten und Modelle. Militärische Erinnerungsstücke zum Deutschmeisterregiment werden häufig zusammen mit Abbildungen des Denkmals angeboten. Der Kandelaber „Klytia“ aus dem Burgtheater ist fragmentiert im Theatermuseum erhalten und zeigt seine Formensprache im Kunstgewerbe; Fotografien des Stiegenhauses dokumentieren den ursprünglichen Zustand.
Epochen & Stile
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Ebenfalls: Ringstraßen-Bildhauer
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- Caspar von Zumbusch1830–1915
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