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Künstler: Ringstraßen-Bildhauer

Viktor Tilgner

Bildhauer, 1844–1896, Pressburg – Wien

Porträtbildhauer der Ringstraßenzeit; Mozart-Denkmal im Burggarten, Dichterbüsten im Burgtheater und zahlreiche Bildnisbüsten.

Viktor Tilgner lernte bei Franz Schönthaler und studierte an der Wiener Akademie bei Franz Bauer und Josef Gasser; das Ziselieren lernte er beim Medailleur Joseph Daniel Böhm. Er wohnte in der Wohllebengasse und hatte sein Atelier in der Heugasse, der heutigen Prinz-Eugen-Straße. Tilgner starb am 16. April 1896 an einem Herzinfarkt, wenige Tage vor der Enthüllung seines Mozart-Denkmals. Er liegt in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof.

Das Mozart-Denkmal entstand für den Albertinaplatz und steht heute im Burggarten. Tilgner modellierte Büsten, darunter Vincenzo Bellini für die Oper (1868), Joseph von Führich für das Kunsthistorische Museum (1876), Ferdinand von Hebra für den Arkadenhof der Universität (1892) sowie Franz Joseph, Elisabeth und Rudolf. Für das Burgtheater schuf er Dichterbüsten und Figuren wie Don Juan, Phaidra und Falstaff, für den Volksgarten die Brunnengruppe „Triton und Nymphe“ (1879).

Tilgners Büsten erscheinen in Bronze, Marmor, Terrakotta und Gips; Terrakotta- und Gipsfassungen wurden oft in mehreren Exemplaren hergestellt. Signaturen mit Jahr und Gießerstempel sind zu prüfen; viele Büsten erschienen in mehreren Fassungen. Bronzereduktionen des Mozart-Denkmals entstanden als Andenken und sind im Handel häufig; Gussqualität, Sockel und Gießerstempel unterscheiden frühe und späte Güsse.

Epochen & Stile

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