Manufaktur: Leuchten
Kaiser Idell
Neheim-Hüsten (Sauerland), Leuchtenserie ab 1933
Leuchtenserie der Firma Kaiser & Co. in Neheim nach Entwürfen des Bauhaus-Metallmeisters Christian Dell; Schreibtisch- und Arbeitsleuchten der 1930er-Jahre.
Die Firma Kaiser & Co. in Neheim im Sauerland, einem Zentrum der deutschen Leuchtenindustrie, brachte ab 1933 Leuchten nach Entwürfen von Christian Dell unter dem Namen Kaiser idell auf den Markt. Dell war von 1922 bis 1925 Werkmeister der Metallwerkstatt am Bauhaus in Weimar gewesen. Die Leuchten wurden in großen Serien gefertigt und in Büros, Behörden und Wohnungen eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Kaiser die Produktion fort; später wurden einzelne Modelle neu aufgelegt.
Bekannt sind Schreibtisch-, Wand-, Klavier- und Stehleuchten mit glockenförmigen Schirmen aus lackiertem oder vernickeltem Metall, Gelenkarmen und schweren Füßen, darunter das Modell 6631, das als Luxus- oder Präsidentenleuchte angeboten wurde. Die Formen sind sachlich und funktional, mit verstellbaren Gelenken und Kugelgelenken am Schirm. Schwarz, Grau und Creme waren die häufigsten Farben. Daneben entstanden Hänge- und Deckenleuchten für Büros. Viele Modelle gab es in mehreren Größen und Ausführungen.
Originale tragen meist eine Prägung oder ein Schild mit „Kaiser idell“, Modellnummer und Patentangaben wie D.R.G.M. am Fuß oder Schirm. Spätere Neuauflagen sind an moderner Elektrik, Kennzeichnung und Lackierung erkennbar. Nachlackierte Originale verlieren an Interesse. Weil Bauhausleuchten gesucht sind, werden unbezeichnete Arbeitsleuchten anderer Hersteller häufig als Kaiser idell oder Christian Dell angeboten. Originale Kabel sind oft textilummantelt und sollten ersetzt werden, bevor die Leuchte wieder benutzt wird.
Entwerfer & Personen
- Christian Dell
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