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Antiquitäten Wien

Lucie Rie im 7. Bezirk, 1070 Wien

Lucie Rie in Neubau: ihre Wohnung von Ernst Plischke im Möbelmuseum

Plischkes Wohnungseinrichtung von 1928 für die Keramikerin ist heute Teil der Schausammlung des Hofmobiliendepots in der Andreasgasse.

Das Hofmobiliendepot, heute Möbel Museum Wien, verwahrte einst die Einrichtung des Kaiserhofs; in seiner Schausammlung an der Andreasgasse steht auch die Wohnung von Lucie Rie, die Ernst Plischke 1928 einrichtete. Rie, geborene Gomperz, hatte 1922 bis 1926 bei Michael Powolny an der Kunstgewerbeschule studiert und danach ein eigenes Atelier in Wien betrieben. Die Möbel begleiteten sie 1938 ins Londoner Exil und kamen später nach Wien zurück. In Neubau, wo Tischler und Silberschmiede die Höfe füllten, dient das Museum als Vergleichssammlung für Wiener Möbeltypen.

Ries Wiener Keramik der Jahre bis 1938 ist seltener als das Londoner Werk, kann aber in Familien auftauchen, die sie oder ihr Umfeld kannten: Schalen, Vasen und Flaschen mit strukturierten Glasuren. Bodenmarke, Scherben und Glasuraufbau helfen bei der Zuordnung; spätere Londoner Stücke tragen ein eingedrücktes Monogramm, oft mit Sgraffito-Linien und Rohglasuren. Möbel von Plischke und anderen Wiener Architekten der Zwischenkriegszeit bewerten wir anhand von Konstruktion, Holz und Dokumenten. Keramik und Design aus Neubauer Haushalten kaufen wir nach Fotos und Besichtigung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.