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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Lois Welzenbacher

Architekt, Hochschullehrer, 1889–1955, München – Absam

In Innsbruck tätiger Architekt der alpinen Moderne; Turmhotel Seeber in Hall und Haus Heyrovsky in Zell am See, ab 1947 Professor in Wien.

Lois Welzenbacher, Sohn des Steinmetzen Alois Welzenbacher, besuchte 1903–1908 die Staatsgewerbeschule in Wien und erlernte das Maurerhandwerk. Er studierte an der Kunstgewerbeschule München und 1912–1914 an der Technischen Hochschule München bei Theodor Fischer und Friedrich Thiersch. Nach dem Ersten Weltkrieg ließ er sich in Innsbruck nieder. 1929/30 war er Stadtbaudirektor in Plauen, 1939–1945 Hausarchitekt der Siebel-Flugzeugwerke in Halle. 1947 wurde er Professor an der Wiener Akademie. Er starb 1955 in Absam.

Seine Bauten in Tirol und Salzburg verbinden flache Dächer, Bandfenster und Terrassen mit der Lage im Gebirge: das Turmhotel Seeber in Hall in Tirol, das Haus Heyrovsky am Zeller See und Wohnhäuser in Kitzbühel und Innsbruck. In München entstand 1935 ein Wohnhaus mit Atelier. Im Handel erscheinen vor allem seine Architekturzeichnungen und Perspektiven sowie Publikationen in Zeitschriften; ausgeführte Ausstattungen sind selten.

Welzenbachers Perspektiven sind kräftig in Kohle oder Tusche gezeichnet und stellen den Bau in die Landschaft. Ein großer Teil seines Nachlasses liegt im Archiv für Baukunst in Innsbruck, das für Vergleiche herangezogen werden kann. Reproduktionen in Monografien und Ausstellungskatalogen sind als Drucke zu erkennen. In Wien erinnert die Welzenbachergasse in der Donaustadt an ihn.

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