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Künstler: Literatur & Wissenschaft (Autographen)

Franz Grillparzer

Dramatiker, Beamter, 1791–1872, Wien

Dramatiker des Burgtheaters; „König Ottokars Glück und Ende“, „Des Meeres und der Liebe Wellen“ und die Erzählung „Der arme Spielmann“.

Franz Grillparzer, 1791 in Wien geboren, studierte Rechtswissenschaften und trat in den Staatsdienst; von 1832 bis 1856 leitete er das Archiv der Hofkammer. Den ersten Bühnenerfolg hatte er 1817 mit „Die Ahnfrau“. Nach dem Misserfolg des Lustspiels „Weh dem, der lügt“ 1838 zog er sich von der Bühne zurück. Bis zu seinem Tod 1872 lebte er mit den Schwestern Fröhlich in der Spiegelgasse.

Am Burgtheater wurden unter anderem „Sappho“ (1818), die Trilogie „Das goldene Vließ“ (1821), „König Ottokars Glück und Ende“ (1825), „Des Meeres und der Liebe Wellen“ (1831) und „Der Traum ein Leben“ (1834) uraufgeführt. Die Erzählung „Der arme Spielmann“ erschien 1847 und setzt am Brigittenauer Kirchtag ein. Für Beethoven schrieb er ein Opernlibretto und 1827 die Grabrede.

Grillparzers Wohnräume aus der Spiegelgasse sind im Wien Museum wieder aufgebaut, Handschriften und Tagebücher liegen in der Wienbibliothek im Rathaus. Im Handel erscheinen Briefe, Albumblätter, amtliche Schriftstücke mit seiner Unterschrift und Porträtlithografien von Josef Kriehuber. Erstdrucke seiner Dramen erschienen bei Wallishausser in Wien. Bei Albumblättern mit Versen ist zu klären, ob eine eigenhändige Niederschrift oder ein Faksimile aus einem Gedenkbuch vorliegt.

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