Karl Heinrich Auböck (1872–1925) führte in Neubau eine Werkstatt für Wiener Bronzen. Sein Sohn Carl Auböck II (1900–1957) lernte an der Kunstschule von Johannes Itten in Wien, an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und an der Akademie und besuchte 1919–1921 Vorkurs und Metallwerkstätte des Bauhauses in Weimar. Nach dem Tod des Vaters führte er die Werkstatt mit seiner Mutter weiter. Carl Auböck III (1924–1993) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und 1952 am MIT und leitete 1977–1993 die Meisterklasse für Produktgestaltung Metall an der Hochschule für angewandte Kunst.
In den 1920er Jahren entstanden Dekanter und Lampen im Art-déco-Stil, ab 1947 Leuchten, Kleinmöbel wie der „Baumtisch“, Briefbeschwerer, Schalen, Flaschenöffner und Schreibtischgeräte aus Messing, oft kombiniert mit Holz, Leder, Horn, Rattan oder Stein. Bekannt sind Objets trouvés wie ein in Leder eingenähter Kieselstein. 1954 entwarfen Vater und Sohn das Besteck 2060 „Amboss“. Carl III baute auch, etwa die Wohnhausanlage Vorgartenstraße (1959–1962), und entwarf Skibekleidung und ein Forschungsmikroskop. Die vierte Generation führt die Werkstatt heute weiter.
Auböck-Objekte tragen meist einen eingeschlagenen Firmenstempel mit Namen und häufig „Made in Austria“ sowie eine Modellnummer. Viele Entwürfe werden in der Werkstatt bis heute mit den alten Werkzeugen gefertigt; Patina, Abnutzung, Lederqualität und Stempelform trennen Stücke der 1950er Jahre von neuen. Unbezeichnete Messingobjekte im Auböck-Stil stammen oft von anderen Herstellern. Bei Horn und Leder ist auf Risse und Austrocknung zu achten.
Epochen & Stile
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Ebenfalls: Silber, Metall & Schmuck
- Carl Hagenauer1872–1928
- Franz Hagenauer1906–1986
- Karl Hagenauer1898–1956
- Georg Adam Scheid1838–1921
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