Manufaktur: Bronze
Wiener Bronzewaren-Hersteller
Wien, um 1860 bis 1930er-Jahre
Sammeleintrag zu den Wiener Werkstätten, die zwischen etwa 1860 und 1930 kaltbemalte Bronzen in großen Serien für Export und Inland fertigten.
Zwischen etwa 1860 und den 1930er-Jahren arbeiteten in Wien zahlreiche Gießereien, Bronzewarenfabriken und kleine Werkstätten, die kaltbemalte Figuren und Gebrauchsgerät aus Bronze und Messing herstellten. Viele lagen in den Vorstädten, etwa in Neubau, wo Karl Heinrich Auböck eine Werkstatt für Wiener Bronzen führte. Neben großen Häusern wie der Werkstätte Franz Bergman und der Werkstatt Carl Kauba bestanden Dutzende Betriebe, deren Namen kaum überliefert sind. Auch die Werkstätte Hagenauer begann mit Wiener Bronzen.
Die Arbeitsteilung war ausgeprägt: Modelleure lieferten Modelle, Gießer fertigten Sandgüsse, Ziseleure arbeiteten die Details nach, Malerinnen trugen die Kaltbemalung in mehreren Schichten auf, oft in Heimarbeit. Die Motive reichen von Vögeln, Hunden, Katzen, Füchsen und Insekten über orientalische Szenen, Jäger und Musikanten bis zu Miniaturen von Alltagsgegenständen. Viele Figuren sind zugleich Tintenfass, Zündholzhalter, Aschenschale, Briefbeschwerer oder Glocke. Exportiert wurde vor allem nach England und Amerika.
Marken sind uneinheitlich: Werkstattzeichen, „Geschützt“ als Hinweis auf Musterschutz und „Austria“ oder „Made in Austria“ für den Export, letzteres vor allem nach den amerikanischen Herkunftsvorschriften ab 1891. Viele Stücke sind ungemarkt. Für die Beurteilung zählen Gussqualität, Ziselierung, Zustand und Schichtung der Kaltbemalung sowie die Unterseite mit Gewinden und Muttern. Nachgüsse aus Asien und Osteuropa sind verbreitet und meist leichter. Abgeriebene Farbe wird oft übermalt.
Entwerfer & Personen
Wiener Bronzewaren-Hersteller verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Bronze
- Werkstätte Franz Bergmanzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 1930er-Jahre
- Werkstatt Carl Kaubaum 1890 bis 1920er-Jahre
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