Hans Gasser im 2. Bezirk, 1020 Wien
Hans Gasser in der Leopoldstadt: Figuren für das Carltheater
1847 lieferte Hans Gasser allegorische Figuren für das Carltheater in der Praterstraße – das Haus, das Johann Nestroy später leitete.
Das Carltheater an der Praterstraße war ab 1847 eine der großen Vorstadtbühnen; Hans Gasser schuf im Eröffnungsjahr allegorische Figuren für den Bau. Er war damals aus München zurückgekehrt, wo er 1842–1846 im Kreis von Schnorr von Carolsfeld, Kaulbach und Schwanthaler gelebt hatte. Johann Nestroy führte es später als Direktor. Mit Carltheater und Theater in der Leopoldstadt wurde die Praterstraße zur Geschäfts- und Theaterstraße; ihre Biedermeierzeit bezeugt bis heute das Haus Nr. 54.
Das Carltheater steht nicht mehr, seine Geschichte lebt auf Papier weiter: Theaterzettel, Rollenporträts als Lithografie, Programmhefte und Ansichten der Praterstraße. Für Gasser selbst sind Zeichnungen, Gipsmodelle und Holzbildwerke die relevanten Sammelgebiete. Theaterzettel des Biedermeier sind auf dünnem Hadernpapier gedruckt, spätere Nachdrucke auf glattem Holzschliffpapier. In Leopoldstädter Altbauwohnungen lagern solche Bestände oft in Koffern auf dem Dachboden, gemeinsam mit Fotoalben und Korrespondenz.
Sparten im 2. Bezirk
Hans Gasser in anderen Bezirken
Innere Stadt
Donauweibchenbrunnen im Stadtpark (1858), Gemeinderatssaal des Alten Rathauses (1851–1853), Statuen der Bank in der Herrengasse (1855), Sonnenfels-Denkmal (1867) und Brunnenfiguren an der Oper (1868).
Rudolfsheim-Fünfhaus
Statue der Kaiserin Elisabeth am Westbahnhof (1860).
Landstraße
Monatsputten im Belvederepark (1850–1852) und Fassadenfiguren des Heeresgeschichtlichen Museums im Arsenal (1855).
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