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Material: Stein & Bildhauerei

Alabaster

Weicher, durchscheinender Stein für Figuren, Reliefs, Vasen und Lampenschalen; von spätmittelalterlichen Altarreliefs bis zu Reiseandenken aus Volterra.

Unter Alabaster versteht man zwei verschiedene Gesteine: den eigentlichen Gipsalabaster, eine feinkörnige Form von Gips, und den härteren Kalkalabaster aus Kalksinter, auch orientalischer Alabaster genannt. Gipsalabaster ist so weich, dass ihn der Fingernagel ritzt, und durchscheinend weiß, gelblich oder geädert. Er lässt sich sägen, schnitzen, drechseln und polieren.

Im Spätmittelalter entstanden in England zahlreiche Alabasterreliefs für Altäre, im 16. und 17. Jahrhundert in Mechelen kleine Andachtsreliefs und Figuren. Im 19. Jahrhundert wurde Volterra in der Toskana zum Zentrum für Alabastervasen, Figuren, Verkleinerungen antiker Skulpturen und Reiseandenken. Um 1920–1930 waren Lampenschalen und Sockel aus Alabaster beliebt, oft kombiniert mit Bronze oder Zinkguss.

Gipsalabaster ist wasserempfindlich: Feuchtigkeit macht die Oberfläche stumpf und rau, Reinigen mit Wasser hinterlässt Spuren. Brüche wurden häufig geklebt; Klebefugen und Ergänzungen zeichnen sich im Gegenlicht ab. Alte Stücke zeigen eine weiche, leicht vergilbte Oberfläche, Abgüsse aus Kunstharz mit Steinmehl wirken gleichmäßig und ohne natürliche Adern. Qualität der Arbeit, Alter und Zustand bestimmen den Wert.

So prüfen Sie es

  • durchscheinend im Gegenlicht
  • Gipsalabaster mit dem Fingernagel ritzbar
  • fühlt sich wärmer an als Marmor
  • wolkige Adern und Trübungen
  • matte Stellen nach Wasserkontakt

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