Material: Fotografie
Gummidruck
Edeldruckverfahren mit pigmentiertem Gummiarabikum, um 1900 vom Wiener Trifolium zu malerischen Mehrfarbendrucken entwickelt.
Beim Gummidruck, genauer Gummibichromatdruck, wird Papier mit einer Mischung aus Gummiarabikum, Pigment und Kaliumdichromat beschichtet. Bei Belichtung unter einem Negativ härten die belichteten Partien, die unbelichteten werden mit Wasser ausgewaschen. Durch mehrfaches Beschichten in verschiedenen Farben entstehen malerische Bilder. Um 1900 machten Hugo Henneberg, Heinrich Kühn und Hans Watzek, das Wiener Trifolium, den mehrschichtigen Gummidruck zu einem Markenzeichen der Kunstfotografie des Piktorialismus.
Gummidrucke wirken wie Zeichnungen oder Aquarelle: Die Oberfläche ist matt, die Farben liegen als Pigmentschichten auf dem Papier, oft in Braun-, Grün-, Rot- oder Blautönen. Details sind weich, Pinselspuren der Beschichtung und Kornstrukturen sind sichtbar. Mehrschichtige Drucke zeigen Farbversätze. Auf der Rückseite stehen oft Signatur, Titel und Ausstellungsvermerke. Gedruckte Reproduktionen in Zeitschriften zeigen Raster oder Heliogravürenkorn. Kartons und Passepartouts der Zeit gehören zur originalen Präsentation.
Gummidrucke des Wiener Trifoliums und anderer Piktorialisten sind sehr selten und werden international gesucht. Für die Bewertung zählen Fotograf, Motiv, Ausstellungsgeschichte und Zustand. Lichtschäden und Abrieb der Pigmentschicht mindern den Wert. Reproduktionen aus zeitgenössischen Fotozeitschriften sind Druckwerke mit deutlich geringerem Wert.
So prüfen Sie es
- matte, malerische Oberfläche
- Pigmentschichten in Farbtönen
- weiche Details
- Farbversätze bei Mehrschichtdruck
- Signatur und Vermerke auf der Rückseite
Gummidruck verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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