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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Arman

Objektkünstler, Bildhauer, 1928–2005, Nizza – Paris – New York

Französisch-amerikanischer Objektkünstler des Nouveau Réalisme; Akkumulationen, „Poubelles“, zerschlagene und zerschnittene Instrumente, Bronzeeditionen.

Arman, 1928 in Nizza als Armand Fernandez geboren, studierte an der École des Arts Décoratifs in Nizza und an der École du Louvre in Paris. Ein Druckfehler auf einem Katalog machte aus Armand den Künstlernamen Arman. 1960 füllte er die Galerie Iris Clert mit Müll, „Le Plein“, als Antwort auf Yves Kleins „Le Vide“, und gehörte im selben Jahr zu den Gründern des Nouveau Réalisme. Ab den 1960er Jahren lebte er überwiegend in New York, wo er 2005 starb.

Armans Werk ordnet Gegenstände: „Akkumulationen“ gleicher Dinge in Kästen und Kunstharz, etwa Uhren, Pinsel oder Werkzeuge, „Poubelles“ aus Abfall, „Colères“, bei denen er Geigen, Klaviere und Möbel zerschlug und montierte, und „Coupes“, in Scheiben geschnittene Instrumente. In Bronze gegossene, zerschnittene Geigen und Saxofone erschienen in Auflagen. Daneben entstanden Pinselbilder mit Farbtuben und Lithografien. Die Akkumulationen ordnen Massenware zu dichten, fast ornamentalen Feldern; ihre Wirkung beruht auf Menge und Wiederholung.

Bronzen tragen eingravierte Signatur, Nummer und Gießereistempel; Fälschungen zerschnittener Geigen in Bronze und Kunstharz sind bekannt. Bei Akkumulationen in Kunstharz sind Vergilbung, Risse und Blasen zu prüfen. Unikate aus echten Instrumenten verlangen lückenlose Herkunft. Die Arman Studio Archives in New York sind Anlaufstelle für Fragen zur Echtheit. Lithografien und Serigrafien sind signiert und nummeriert.

Epochen & Stile

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